IVD Ent­wick­lung

Unser Anspruch: Qua­li­tät & Inno­va­ti­on!

Mit unse­rem Bereich For­schung & Ent­wick­lung leis­ten wir einen Bei­trag zur Ent­wick­lung von qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen in vitro Dia­gnos­ti­ka und unter­stüt­zen unse­re Part­ner mit Pro­duk­ten und qua­li­fi­zier­tem Know-how.

Platt­form­über­grei­fen­de Test­sys­te­me & Kon­troll­pro­ben

Wir ent­wi­ckeln in vitro Dia­gnos­ti­ka (IVD) in Form von Test­sys­te­men und Kon­troll­pro­ben mit CE-Kenn­zeich­nung. Dabei arbei­ten wir platt­form­über­grei­fend, von ELI­SA Kits über Schnell­tests bis hin zu Auto­ma­ten.

Zusätz­lich zu unse­ren eige­nen Ent­wick­lun­gen arbei­ten wir auch mit Part­nern aus der Wis­sen­schaft und der phar­ma­zeu­ti­schen & dia­gnos­ti­schen Indus­trie zusam­men, sowohl im huma­nen als auch im vete­ri­nä­ren Bereich.

Für uns defi­niert sich die Güte einer Ent­wick­lung maß­geb­lich durch die Qua­li­tät der ein­ge­setz­ten Pro­ben. Dies kön­nen wir durch unse­re Kom­pe­tenz auf dem Gebiet der Bereit­stel­lung von huma­nen Bio­ma­te­ria­li­en abbil­den.

Von Auto­im­mu­ni­tät bis Onko­lo­gie

Durch die Zusam­men­ar­beit mit dem Dia­gnos­tik Netz­werk Ber­lin-Bran­den­burg (e.V.) kön­nen wir den gesam­ten Pro­dukt­zy­klus von der Mach­bar­keits­stu­die bis zum CE gekenn­zeich­ne­ten IVD abde­cken.

So konn­ten wir bereits zahl­rei­che Pro­jek­te umset­zen, die in der Rou­ti­ne-Dia­gnos­tik sowie bei The­ra­pie­ent­schei­dun­gen Anwen­dung fin­den, z. B. für den Erkran­kungs­be­reich Auto­im­mu­ni­tät, der Bestim­mung von klei­nen Mole­kü­len und dem Moni­to­ring im Bereich Novel Food / Nut­ri­tio­nals.

Ring­ver­su­che & Kit-exter­ne Kon­troll­pro­ben

Bei den Kon­troll­pro­ben unter­stüt­zen wir zum einen vie­le euro­päi­sche Ring­ver­suchs­an­bie­ter, um die Labor-über­grei­fen­de Qua­li­täts­kon­trol­le zu gewähr­leis­ten. Zum ande­ren bie­ten wir die Ent­wick­lung und Her­stel­lung von Kit-exter­nen und her­stel­ler­un­ab­hän­gi­gen Kon­troll­pro­ben an, die in der Labor­rou­ti­ne Anwen­dung fin­den.

Immu­n­o­as­says – vom PoC bis zum Auto­ma­ten

Im Bereich der Test­sys­te­me beschäf­ti­gen wir uns im Spe­zi­el­len mit Immu­n­o­as­says. Die­se gren­zen sich z. B. von che­mi­schen Reak­ti­ons­ver­fah­ren, wie die Jaf­fé-Reak­ti­on zum Nach­weis von Krea­ti­nin oder der Mes­sung der Ery­thro­zy­ten­se­di­men­ta­ti­ons­ra­te, ab.

Der typi­sche Ver­tre­ter der Immu­n­o­as­says ist der ELI­SA (Enzy­me-lin­ked Immu­no­sor­bent Assay). Die­ser besteht meist aus zwei Anti­kör­pern, die ein Anti­gen in der Pro­be durch die Bil­dung eines Sand­wich-Kom­ple­xes bin­den und durch eine enzy­ma­ti­sche Farb­re­ak­ti­on quan­ti­fi­zier­bar machen.

Abwei­chend von die­sem besteht auch die Mög­lich­keit eines kom­pe­ti­ti­ven Test­auf­baus. Statt Anti­kör­per kön­nen auch Anti­ge­ne ver­wen­det wer­den, um Anti­kör­per in der Pro­be nach­zu­wei­sen. Für die­sen Nach­weis kom­men neben enzy­ma­tisch-kolo­ri­me­trisch u. a. Mar­kie­run­gen mit Lumi­nes­zenz, Latex- oder Gold-Par­ti­kel zum Ein­satz.

Bei Auto­ma­ten­sys­te­men wer­den, ganz all­ge­mein gespro­chen, die manu­el­len Schrit­te von einem typi­schen ELI­SA durch einen Pipet­tier­au­to­ma­ten über­nom­men und so die Aus­wer­tung auto­ma­tisch durch­ge­führt. Ein­ge­setzt wer­den die­se Auto­ma­ten vor­ran­gig in medi­zi­nisch-dia­gnos­ti­schen Rou­ti­ne-Labo­ren, sodass eine gro­ße Anzahl an Pati­en­ten­pro­ben bear­bei­tet wer­den kann.

Für dia­gnos­ti­sche Para­me­ter bei denen die Zeit zwi­schen Pro­ben­ent­nah­me und Ergeb­nis ent­schei­dend für den Pati­en­ten sind, kom­men Schnell­tests (Point of Care (PoC) Tests), z. B. in Form von Late­ral oder Ver­ti­cal Flow Sys­te­men zum Ein­satz. Bei den Immu­n­o­as­say-Schnell­tests ist der Auf­bau ähn­lich wie beim ELI­SA, wobei für die Mar­kie­rung typi­scher­wei­se kol­lo­ida­les Gold ver­wen­det wird, um eine opti­sche Aus­wer­tung zu ermög­li­chen.

Der gesam­te Pro­dukt­zy­klus eines IVD

Die Ent­wick­lung eines IVD beginnt mit der Pro­jekt­idee und –ein­schät­zung inkl. Anfor­de­rungs­pro­fil, gefolgt von der Mach­bar­keits­stu­die (Fea­si­bi­li­ty). In die­ser wird unter­sucht, ob die gestell­ten Anfor­de­run­gen grund­sätz­lich erfüllt wer­den kön­nen. Zum Bei­spiel, ob der Mess­be­reich mit den gewähl­ten Roh­stof­fen und Test­sys­tem erreicht wer­den kann. Anschlie­ßend wer­den die nun grob-defi­nier­ten Rah­men­be­din­gun­gen in der eigent­li­chen Pro­dukt­ent­wick­lung & ‑opti­mie­rung fei­ner ein­ge­stellt.

Im Trans­fer-to-Pro­duc­tion wird der Maß­stab des Her­stel­lungs­pro­zes­ses ver­grö­ßert (Sca­le-up). Zudem wird die Wie­der­hol­bar­keit geprüft, sodass es sich zum Abschluss die­ser Pha­se um ein seri­en­rei­fes Pro­dukt han­delt und der Pro­zess gere­gelt, kon­trol­liert und audit­fä­hig ist.

Bei der abschlie­ßen­den Leis­tungs­be­wer­tungs­prü­fung wird die Erfül­lung der zu Beginn defi­nier­ten Anfor­de­run­gen beur­teilt, z. B. in Form von Prä­zi­si­on, Homo­ge­ni­tät, Sen­si­ti­vi­tät, Wie­der­fin­dung und kli­ni­scher Leis­tungs­fä­hig­keit. U. a. gehö­ren die­se Daten in die Tech­ni­sche Doku­men­ta­ti­on, die die Grund­vor­aus­set­zung für die Zulas­sung, der Erlan­gung der CE-Kenn­zeich­nung und Markt­ein­füh­rung eines IVD ist. Um die Qua­li­tät nach dem Inver­kehr­brin­gen zu bewer­ten, schließt sich die Markt­be­ob­ach­tung (Post-mar­ket sur­veil­lan­ce) an. Die dar­aus resul­tie­ren­den Erkennt­nis­se kön­nen dazu füh­ren, dass das Pro­dukt ange­passt wer­den muss, sodass der Pro­dukt­zy­klus von neu­em beginnt.

Human- und Vete­ri­när Dia­gnos­tik

Das Cre­do einer prä­zi­sen und früh­zei­ti­gen Dia­gno­se als bes­te Vor­aus­set­zung für eine erfolg­rei­che The­ra­pie exis­tiert schon lan­ge und hat in Hin­blick auf den demo­gra­fi­schen Wan­del, der stei­gen­den Anzahl an chro­ni­schen Erkran­kun­gen und Krebs-Dia­gno­sen nicht an Rele­vanz ver­lo­ren.

Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen, wie Hash­i­mo­to und Mor­bus Base­dow, sind Auto­im­mun­erkran­kun­gen, bei denen der Kör­per Anti­kör­per gegen kör­per­ei­ge­ne Pro­te­ine bil­det. Die­se nach­ge­wie­se­nen soge­nann­ten Auto­an­ti­kör­per kön­nen für die Dia­gno­se her­an­ge­zo­gen wer­den.

Eine ande­re Auto­im­mun­erkran­kung ist Rheu­ma­to­ide Arthri­tis, für deren Dia­gno­se bekann­te Bio­mar­ker wie Rheu­ma­fak­to­ren und Anti­kör­per gegen cyclisch-citrul­li­nier­te Pep­ti­de genutzt wer­den. Da es bis­her kei­ne Hei­lung für die­se chro­ni­sche Erkran­kung gibt, ist die Wis­sen­schaft wei­ter­hin auf der Suche nach neu­en Bio­mar­kern, die eine früh­zei­ti­ge Dia­gno­se ermög­li­chen.

Auch im Bereich der Immun-Onko­lo­gie beschäf­ti­gen sich vie­le For­schungs­an­sät­ze mit der Suche nach neu­en Mög­lich­kei­ten für die Dia­gno­se und Pro­gno­se sowie des The­ra­pie-Moni­to­rings der Erkran­kung.

Bei Auto­im­mu­ni­tät steht die Mes­sung von Auto­an­ti­kör­pern im Vor­der­grund, bei ande­ren Krank­heits­bil­dern wer­den hin­ge­gen klei­ne Mole­kü­le nach­ge­wie­sen. So kön­nen bei dege­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen, wie Osteo­ar­thro­se, die Abbau­frag­men­te für die Dia­gnos­tik genutzt wer­den. Zum Teil ste­hen die sen­si­tivs­ten Bio­mar­ker nicht im offen­sicht­lich-kau­sa­lem Zusam­men­hang mit der Erkran­kung, das bekann­tes­te Bei­spiel ist dabei wohl Pro­cal­ci­to­nin bei Sep­sis.

Neben der klas­si­schen Dia­gnos­tik und The­ra­pie bei bekann­ten und neu­en Krank­heits­bil­dern, gewin­nen Novel Food, Nut­raceu­ti­cals, Func­tion­al Food, etc. im Gesund­heits­sek­tor an Bedeu­tung. Es han­delt sich dabei meist um Lebens­mit­tel mit gesund­heits­för­dern­den Eigen­schaf­ten, z. B. Chia-Samen, Noni-Saft und Stevia.

Für meh­re­re der auf­ge­führ­ten Berei­che haben wir sowohl Test­sys­te­me als auch Kon­troll­pro­ben ent­wi­ckelt und sind in der akti­ven Koope­ra­ti­on mit Wis­sen­schaft und Indus­trie, um unse­ren Bei­trag zu einer qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Dia­gnos­tik zu leis­ten. Zur Iden­ti­fi­ka­ti­on neu­er Bio­mar­ker arbei­ten wir auch mit engi­ne the bio­mar­ker com­pa­ny zusam­men. Mit der dort ange­bo­te­nen Tech­no­lo­gie kön­nen in einem Schritt über 100.000 poten­zi­el­le Anti­ge­ne ana­ly­siert wer­den.

Da im Vete­ri­när-Bereich die­sel­ben Grund­sät­ze wie in der Human­dia­gnos­tik & –medi­zin gel­ten, erwei­tern wir unser Pro­dukt­port­fo­lio auf Bio­ma­te­ria­li­en tie­ri­schen Ursprungs und arbei­ten gemein­sam mit den Part­nern aus dem Dia­gnos­tik Netz­werk Ber­lin Bran­den­burg (e.V.) an Pro­jek­ten zur bio­mar­ker­ba­sier­ten Osteo­ar­thro­se-Dia­gnos­tik bei Hun­den & Pfer­den sowie der Ent­wick­lung von Vete­ri­när-Kon­troll­pro­ben.

ES SIND INSGESAMT 3 INNOVATIONSASSISTENTINNEN ÜBER DEN EUROPÄISCHEN SOZIALFOND FÜR DEN AUFBAU FOLGENDEN INNOVATIONEN BESCHÄFTIGT:

  1. Den Bestand und die Produktetikettierung durch die Etablierung eines zweidimensionalen Code-Systems modernisieren, wodurch die Lagerflächen effizienter genutzt werden sollen und die Integration des Lagerbestands in eine ERP-Software ermöglicht wird.
    Damit sind folgende Tätigkeiten/Arbeitspakete verbunden:
  • Reevaluieren der aktuellen Lagerkapazitäten
  • Funktionen der Etiketten-Software sichten
  • Geeignete Etiketten-Vorlagen auf Sachdienlichkeit überprüfen
  • Übersetzung von ein- in zweidimensionalen Code
  • Etablierung der Etikettierung in reorganisierte Lagerflächen
  • Prozess zur Etikettierung unterschiedlicher Materialien, einschließlich von IVD, entsprechend der ISO 9001 und Iso 13485, erstellen
  • Schnittstelle zur ERP-Software herstellen
  • Integration des Lagerbestands in ein Lagermodul der Software
  • Durchführungszeiträume: 01.01.2025 – 31.12.2025
  1. Etablierung einer neuen Methode zur Bestimmung der Restfeuchtigkeit von gefriergetrockneten Produkten, um die Präzision der Ergebnisse zu optimieren und die Bestimmung bei Produkten zu ermöglichen, deren Matrix bislang ein Ausschlusskriterium darstellten.
    Damit sind folgende Tätigkeiten/Arbeitspakete verbunden:
  • Literaturrecherche zu Feuchtigkeitsmessungen
  • Inbetriebnahme des Karl-Fischer-Titrators V30S
  • Messreihen mit unterschiedlichen Matrizes durchführen
  • Vergleich der beiden Messsysteme
  • Reevaluieren der intern festgelegten Vorgaben
  • Kurzanleitung zur Bedienung verfassen
  • Freigabedokumente für interne Kalibrierung erstellen
  • Durchführungszeiträume: 01.12.2024 – 30.11.2025
  1. Entwicklung einer Kontroll- bzw. Ringversuchsprobe, die zur Früherkennung von akuten und chronischen Darmerkrankungen genutzt werden kann, und somit die Erweiterung der Angebotsvielfalt des Unternehmens.
    Damit sind folgende Tätigkeiten/Arbeitspakte verbunden:
  • Literaturrecherche zur Stabilisierung von Hämoglobin
  • Artifizielle Stuhlmatrix herstellen
  • Geeignete Aufreinigungsmethode zur Isolierung von Hämoglobin etablieren
  • Hämoglobin durch adäquate Pufferung stabilisieren
  • Funktion von Proteasehemmern auf Hämoglobin überprüfen
  • Hämoglobin in artifizieller Stuhlmatrix untersuchen
  • Unterschiedliche Stabilitätsuntersuchungen mit statistischer Auswertung
  • Überprüfung von Kontraindikationen bei Spendern
  • Überführung des Versuchsaufbaus auf humane Stuhlmatrix
  • Scale-up in den Produktionsmaßstab
  • Durchführungszeiträume: 01.12.2024 – 30.11.2025
Qualifizierungsmaßnahme:

Wachsende Organisation; Anpassung der Qualifikationen an neue Marktanforderungen, Projekt- und Produktionsfelder

Um das Ziel des Bestehens der invent auf dem internationalen Markt zu erreichen, wurden Qualifizierungen für bestehende als auch für neue Mitarbeiter wie folgt durchgeführt:

  • Schulung im Online-Marketing,
  • Vertragsrecht und
  • in betriebswirtschaftlichen Grundlagen für Führungskräfte mit naturwissenschaftlichem Hintergrund.

Neue Mitarbeiter erwarben Kompetenzen auf den Gebieten

  • Datenschutz,
  • Medizinprodukte-Beratung,
  • Interne Auditierung,
  • Leistungsbewertung von In-Vitro-Diagnostika sowie
  • Projektmanagement.

Im Bereich Produktion wurden für die Digitalisierung Kenntnisse in Makroprogrammierung erworben.

Die Maßnahme wurde durch den Europäischen Sozialfond und das Land Brandenburg im Zeitraum 2019 – 2021 gefördert.